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Hallo Umzug!

Hallo WordPress! Schon lange geplant, und jetzt endlich wahr gemacht! Yadzia’s Blog „Life is a Journey“ ist umgezogen und mit einem schicken Wordpress-Template neu frisiert. Neue Url, neues Design, mehr Möglichkeiten, mehr Schnickschnack – das Übliche eben, wenn man seit ein paar Jahren bloggt.

Länger hatte ich darüber nachgedacht, ob ich das Life-is-a-journey-Blog schließe oder wieder belebe. Ich habe mich für Letzteres entschieden. Schließlich ist meine Reise ja noch lange nicht zu Ende hier auf diesem Planeten. Und auch wenn es die vergangenen drei Jahre still auf diesem Blog geworden ist, gab und gibt es jede Menge zu berichten.

Und hier gibt es auch endlich mehr Möglichkeiten, euch ab und an ein paar schöne Fotos zu zeigen von all den Begegnungen und Erlebnissen am Wegesrand  meiner Lebensreise. Ich freu‘ mich drauf!

endstation kundenoffensive

die berliner sbahn startet endlich wieder durch. offensichtlich haben einige mitarbeiter bereits kundenbindungsseminare durchlaufen. denn entgegen der sonst gewohnten knarzlaute („endstation, allet austeejen“), war heute morgen beim umsteigen am ostbahnhof vom fahrer der dort endenden s3 völlig akzentfrei folgendes zu hören: „verehrte fahrgäste, der zug endet hier. wir bedanken uns, dass sie die sbahn als ihr fortbewegungsmittel gewählt haben. wir wünschen ihnen einen schönen tag. bis bald.“ also, „verehrt“ hat mich die sbahn bislang noch nie. ich bin ganz konsterniert. das waren offensichtlich auch die anderen fahrgäste, denn im waggon machte sich nach dieser durchsage ungläubiges staunen breit und auf einigen gesichtern lag ein verhaltenes, mildes lächeln. nach dem umsteigen gings dann in die s7. die war mal wieder so voll, dass die türen nur zugingen, nachdem alle einmal kollektiv die bäuche einzogen. ob der fahrer dieser linie an der endstation auch alle fahrgäste verehrte und ihnen einen schönen tag wünschte, konnte ich leider nicht mehr verifizieren. musste die sardinenbüchse blöderweise vorher verlassen.

hauptsache ein hobby

der zukünftige prinz daniel, zukünftige prinzgemahl der zukünftigen schwedischen königin viktoria, der prinz aus ockelbo, von manchen auch wegen seiner fitnesstrainervergangenheit „prinz pilates“ genannt, hat eine freundin mit einem lustigen hobby. tussen formgren stemmt gern prominente. wo immer sie sie trifft. auch den könig carl gustaf würde sie gern mal stemmen, bekannte die zweimalige weltmeisterin im gewichtheben in der zdf-sendung „die königskinder“. und jetzt, da der daniel ja so gute kontakte zum königshaus habe, rücke dieser herzenswunsch für sie in wirklich greifbare nähe, freut sich tussen. als weiteres hobby – neben dem promiheben – hegt die gewichtheberin übrigens eine leidenschaft fürs gummihandschuhaufblasen. darin hält sie derzeit laut guinessbuch sogar den weltrekord. was ist eigentlich das skurrilere hobby gummihandschuhe aufpusten oder mit schlangen in der wanne sitzen?

frauen, marsch!

feuerwehr war für mich immer ein jungs-ding. aufm dorf ist man als junge in der freiwilligen feuerwehr. da wird am samstag nachmittag mit dem zug ausgerückt, ein bisschen zur probe mit wasser in der gegend rumgespritzt und danach gehts bis zur sportschau ab in die örtliche dorfkneipe zum richtigen löschen. so weit, so egal. ich habe mir seit jahren dazu keine gedanken mehr gemacht. erst ein plakat auf rügen erinnerte mich an diese klassischen männerituale. und anscheinend sind sie in gefahr. wie es aussieht brechen nun frauen in diese vermutlich fast letzte wirkliche männerdomäne ein. und wie es aussieht werden sie dazu auch noch offiziell von der freiwilligen feuerwehr aufgefordert! nun gut, die feuer mecklenburg-vorpommern lässt mit ihrem slogan sofort durchblicken, wo der hammer nach wie vor hängt: „wir wollen FRAUEN, die den HERREN die tür aufmachen!“ hallo??? frauen? herren? schon mal was davon gehört, dass das pendant zu frauen männer heißt? oder wenns denn förmlicher sein soll eben damen und herren. gut, dass sie wenigstens nicht geschrieben haben „…ihren herren…“. naja, emanzipation ist halt ein langer prozess… den ton eher getroffen hat da der deutsche feuerwehrverband mit der kampagne „frauen am zug„. die plakate mit den slogans „frauen an den (brand)herd“, „willkommen im blaulicht-milieu“ und weiterer sind wirklich witzig und gut gemacht. also frauen, bislang gibt es gerade mal 7 prozent freiwillige feuerwehrfrauen, nun mal ran an den herd…!

shouldersharing

ich habs geahnt: wir deutschen arbeiten zu viel. wie eine eu-studie herausgefunden hat, schuften die deutschen mit 41,1h in der woche deutlich mehr als die franzosen (37,7h), italiener (38,4h) oder dänen (38,6h) und fast so viel wie die bulgaren (41,7h), briten (41,4h) oder tschechen (41,2h). dgb-chef sommer meint „längere arbeitszeiten behinderten den beschäftigungsaufbau, seien familienfeindlich und gesundheitsschädlich“. genau. und schlecht für die finanzkrise sind sie auch. sommer fordert „die arbeit auf mehr schultern zu verteilen“. kein problem: gebe hiermit gern und sofort eine schulter bei vollem lohnausgleich ab.

gemeinschaftsgefühl reloaded


deutschland ist wieder vereint – in freude und in trauer. denn: public viewing ist wieder da. es sind nicht ganz so viele mannschaften, weder brasilien noch trinidad-tobago sind dabei, doch auch die fußball-em bringt der deutschen liebgewonnenes gemeinschaftsgefühl erneut zum erblühen: zusammen fußball gucken. da wurde wieder zusammen nationalhymne gesungen (nach wie vor waren nicht alle komplett textsicher), es wurde sich wieder angemalt (gestandene schlipsträger verzierten wangen mit schwarz-rot-gold) und wer nicht selbst zu nähmaschine gegriffen hatte, kleidete sich in irgendeinem fanshop auf dem wege zum spiel mit lebensgroßer fahne (genutzt als schultertuch oder rock) oder dem dreifarbigen irokesen zum aufstecken ein. gestern versammelte sich die einheitsgemeinde zum deutschlandspiel. es ging gegen kroatien. und entweder hatte der jogi die mappen verwechselt (…und die von österreich dabei…) oder die analysten, die für den dfb seit jahren die potenziellen gegner ausspähen, hatten gänzlich versagt oder waren mit cevapcici gekauft oder hatten versagt, weil sie zuviel cevapcici gegessen hatten. jedenfalls liefs gar nicht gut. das zeichnete sich bereits in der 4. minute ab, als kommentator réty ein demaßen schwieriges fremdwort brachte, dass sicherlich ganze heere von hardcorefans erstmal abgelenkt vom spiel zu google greifen mussten, um auszuschließen, dass das nix schlimmes war, was da der mertesacker angeblich mit dem ball gemacht haben sollte. laut réty soll er ihn „antizipiert“ haben. uuhhh. und kurz vorher hatte lehmann am ball geknabbert. eieieiei… es stand also schlimm. besser wurd’s zwischendurch und zum schluss auch nicht. aber meine these ist ja: die jungs wollen es halt spannend machen. danke, jungs! spannung ist der halbe spaß beim public viewing. wann ist denn endlich montag…?

randbemerkung am rande: die heutige, erwartete negativ-rezeption des spiels in der presse wurde m.e. überschattet durch eine head, die ich in der s-bahn bei einem mitreisenden auf der bz las: britney spears kauft grab neben marilyn. leider war ich zu weit entfernt, um das kleingedruckte entziffern zu können. denn mir drängte sich natürlich unumgänglich die frage auf: monroe oder manson? ersteres wäre ja wirklich ver-, letzteres durchaus angemessen. ich bleibe dran.