da isse wieder

da isse wieder

es fanmeilt wieder sozusagen. zwar nicht vier wochen lang, sondern nur vier tage, aber immerhin wieder vorm tor wird auch bei diesem fussballerischen großereignis dem publicviewingerprobten fan die möglichkeit des kollektiven jubelns in spektakulärer kulisse geboten. heute abend werden 500.000 erwartet. zum halbfinale. höchstwahrscheinlich (fast*) ganz neukölln und kreuzberg. und die dixis sind auch wieder dabei. dieses mal nur irgendwie bunter.

*ich weiß mein lieber a, du nicht…

gemeinschaftsgefühl reloaded

gemeinschaftsgefühl reloaded


deutschland ist wieder vereint – in freude und in trauer. denn: public viewing ist wieder da. es sind nicht ganz so viele mannschaften, weder brasilien noch trinidad-tobago sind dabei, doch auch die fußball-em bringt der deutschen liebgewonnenes gemeinschaftsgefühl erneut zum erblühen: zusammen fußball gucken. da wurde wieder zusammen nationalhymne gesungen (nach wie vor waren nicht alle komplett textsicher), es wurde sich wieder angemalt (gestandene schlipsträger verzierten wangen mit schwarz-rot-gold) und wer nicht selbst zu nähmaschine gegriffen hatte, kleidete sich in irgendeinem fanshop auf dem wege zum spiel mit lebensgroßer fahne (genutzt als schultertuch oder rock) oder dem dreifarbigen irokesen zum aufstecken ein. gestern versammelte sich die einheitsgemeinde zum deutschlandspiel. es ging gegen kroatien. und entweder hatte der jogi die mappen verwechselt (…und die von österreich dabei…) oder die analysten, die für den dfb seit jahren die potenziellen gegner ausspähen, hatten gänzlich versagt oder waren mit cevapcici gekauft oder hatten versagt, weil sie zuviel cevapcici gegessen hatten. jedenfalls liefs gar nicht gut. das zeichnete sich bereits in der 4. minute ab, als kommentator réty ein demaßen schwieriges fremdwort brachte, dass sicherlich ganze heere von hardcorefans erstmal abgelenkt vom spiel zu google greifen mussten, um auszuschließen, dass das nix schlimmes war, was da der mertesacker angeblich mit dem ball gemacht haben sollte. laut réty soll er ihn „antizipiert“ haben. uuhhh. und kurz vorher hatte lehmann am ball geknabbert. eieieiei… es stand also schlimm. besser wurd’s zwischendurch und zum schluss auch nicht. aber meine these ist ja: die jungs wollen es halt spannend machen. danke, jungs! spannung ist der halbe spaß beim public viewing. wann ist denn endlich montag…?

randbemerkung am rande: die heutige, erwartete negativ-rezeption des spiels in der presse wurde m.e. überschattet durch eine head, die ich in der s-bahn bei einem mitreisenden auf der bz las: britney spears kauft grab neben marilyn. leider war ich zu weit entfernt, um das kleingedruckte entziffern zu können. denn mir drängte sich natürlich unumgänglich die frage auf: monroe oder manson? ersteres wäre ja wirklich ver-, letzteres durchaus angemessen. ich bleibe dran.

jetzt reicht’s aber

wie doch die zeit vergeht. und somit zeit sich mal wieder an die anfänge dieses blogs zu erinnern. was war da noch gleich? wm? ja. und fanmeile? jaaaaaa. das wars, was mich seinerzeit auf die barrikaden und an schreiben gebracht hat. da war diese unbestimmte ahnung, dass die zur wm geplante fanmeile im tiergarten – auf etwa zweidritteln meines täglichen fahrradwegs gewisse einschränkungen wie glasbruch (schlecht für die reifen), besoffene fans (schlecht für die laune) u.ä. mit sich bringen würde. und alles und schlimmeres war ja dann auch eingetroffen (s. einträge juni/juli 2006). aber da war natürlich auch der wandel von der fussballhasserin zum patriotgirl und die weltmeister der herzen u.v.m. aber schlussendlich war ich damals ja doch froh, dass dieser fanmeilenquatsch ein ende hatte und der herrliche weg durch den tiergarten wieder frei. nun bin ich ja im vergangenen jahr in den südosten der stadt gezogen und hatte somit auch gedacht: fanmeile? mir doch egal – fahr ich ja nicht mehr lang… denkste! ich dachte kürzlich, mich tritt ein pferd. jetzt wollen die doch die fanmeile zur em nicht im tiergarten machen, sondern am alex! geht’s noch, leute? da fahr ich jetzt täglich lang! hallo? also, allmählich fühle ich persönlich angegriffen und vor allen dingen verfolgt von diesem fanquatsch. ich erkläre hiermit eindeutig und ausdrücklich: fanmeile ja, aber bitte wo anders. ganz davon ab, dass man auf dem alex auch gar keine meile als solche zusammenkriegt. eine meile sind 1609,344 m. also, da müsste man die fanmeile dann am alex wohl in schneckenform aufbauen, um wenigstens eine kleine meile zusammenzubekommen. wie wäre es mit dem lausitzring? da kriegt man meilen in x-beliebigen formen hin: Meilen-Superspeedway: 3,2 km (2 meilen), Grand Prix-Strecke lang: 4,534 km (nicht ganz 3 meilen), Grand Prix-Strecke kurz: 3,4 km, (bisschen mehr als 2 meilen), Langstrecke: 11,3 km (satte 9 meilen quetsch), DEKRA Test Oval: 5,8 km (nicht ganz 4 meilen), Handlingkurs: 1,8 km (ne glatte meile plus ein paar würstchenbuden). also, wenn das nicht viele verschiedene meilenvarianten sind! ich bin für fanmeile am lausitzring forever. da stimmt die infrastruktur, meilen gibts in massen und das theater um „wo-bauen-wir-die-fanmeile-hin“ jedes mal aufs neue hätte endlich ein ende. und schlussendlich ist das auch noch brandenburgförderung pur. also, ab den ring fans!

neverending story

habe ich am dienstag allen ernstes behauptet, der csd würde meinen täglichen radweg durch den tiergarten nicht tangieren? ja. war die letzten jahre auch so. und nun? hat sich wohl geändert. heute morgen tauchten, neben dem gemeinen wanderzaun, auch wieder die toi-tois und dixis am 17. juni auf. erst fan-meile, dann loveparade – also, wowi, spaß bei seite. ich schlage vor, wir benennen die straße des 17. juni offiziell in „die berliner party-meile“ um. vielleicht ließe sich damit auch ne lockere mark in die leere stadtkasse spülen? wir verlegen einfach jegliche weltweiten massenphänomene nach berlin. new-york-marathon? pffhh… die leute lassen wir einfach 25 runden um die party-meile drehen. rallye paris-dakar? geschenkt. direkt hinterm brandenburger tor ist die französische botschaft (da ist start). und nach einem parcour über die party-meile mit abstecher in die berliner strandbars (sand = wüste), geht es dann in die botschaft des senegal, gleich hinterm potsdamer platz. was könnten wir noch verlegen? karneval von rio! super! da setzt sich party-klaus den zuckerhut auf, und ab geht’s! an der simulation der copacabana müssen wir dann noch ein bisschen arbeiten. das wird lustig…

scherben pflastern ihren weg

eigentlich braucht man mehr gar nicht zu sagen. jetzt sind sie nun alle vorbei unsere großereignisse des sommers 2006: fan-meile vorübergegangen, loveparade ausgetanzt. ok, der csd steht am kommenden wochenende noch an. aber der zieht nicht über meinen primären täglichen fahrradweg. aber vom rest der anderen feste – was ist übrig geblieben? scherben. besonders auf dem radweg. große splitter, kleine splitter, ganze fensterscheiben, rote, grüne, braune, weiße. gut, die orangen jungs von der bsr tun ihr bestes (für alle nicht-berliner: die berliner stadtreinigung trägt orange und ist extrem gut drauf!). aber das einzige, was jetzt vielleicht noch helfen könnte, ist ein wirklich kräftiger gewitterguss. so wie vorletzte woche als es die u-bahn-schächte überschwemmt hat und wowi kurzerhand den notstand ausrufen musste. also, nicht das es mir hier um den notstand ginge, nein, ich hätt nur gern ein einzigen kräftigen guss, der alle scherben und scheiben ein für allemal hinfortnimmt und meinen täglichen slalom beendet…

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