Schlagwort-Archiv: foto

hinsehen


ein fenster. ein ausblick. ein motiv. ja und nein. reiner leist hat mehr als zehn jahre lang aus ein und dem selben fenster, das auf die 8. avenue in manhattan hinausgeht, fotografiert. hochäuser. straßen. fenster. himmel. die blickrichtung nach süden, auf den financial district. mit world trade center und plötzlich ohne. mal stehen blumen auf der fensterbank. eine kaffeetasse. ein laptop. oder nichts. fotos zu allen tages- und nachtzeiten. silvesterfeuerwerk. jahreszeiten. ein foto mit einer entfernten staubwolke. die fotografien selbst, aber auch besonders ihre präsentation ist ein beeindruckendes erlebnis. eigens für diese ausstellung im kaisersaal des museums für fotografie in berlin hat leist eine installation entwickelt, die die fotos in einem einzigen riesigen leuchtkasten zeigt. es hat etwas ehrfurcht gebietendes.

reiner leist. window.
museum für fotografie. berlin.
noch zu sehen bis 7. januar 2007.
www.smb.museum/mf

impression mit motte


heute mal wieder eine wundervolle impression vom beginnenden herbst. vor ein paar tagen geschossen vor dem brandenburger tor. mein kollege kommentierte das foto allerdings nur mit den worten: „ach, guck doch, der arme baum, ganz befallen von den blöden miniermotten.“ tja, nicht alles, was der ein oder andere für die romantische färbung des herbstlaubes hält, ist eine solche.

vorboten


heute morgen war es das erste mal ein bisschen herbstlich im tiergarten. die sonne schickte milchige lichtstrahlen durch die bäume. alles hatte etwas sanftes, gemächliches. es scheint, der sommer ist vorbei. grund genug für die berliner vergnügungsmacher am vergangenen wochenende nochmal schnell auf der party-meile was fürs volk zu organisieren. irgendwas mit springern, schwimmern, läufern, reitern… keine ahnung. jedensfalls irgendwer, der irgendwann irgendwo in der letzten zeit was gewonnen hat. das beispiel der ehemaligen klinsmännern macht anscheinend schule: was gewonnen – ab auf die fan-meile und nett bei deutschland bedankt. vorsicht, leute! nicht, dass wir im ausland demnächst noch das label „höfliche deutsche“ angeheftet bekommen. es reicht doch wohl schon, dass alle welt seit der wm weiß, dass wir auch ausgelassen können. psst – nicht weitersagen…