nun also doch

Jahrelang bemüht man sich, kultiviert seine Abneigung, hält Prinzipien hoch. „Die klauen mir zu viele Daten“, sagte ich. Bei Instagram meldete ich mich genervt und unter Protest ab, als sie diesen Dienst schluckten. Hochmütig gucken konnte ich, wenn mich jemand fragte, ob ich dort ein Profil besäße. Ich doch nicht! Wozu? Ich twittere, und damit Schluss. Wer mir folgen will, der folge mir auf Twitter und lasse mich ansonsten in Ruhe. (mehr …)

Ein Jahr weiter

Letztes Jahr um diese Zeit waren es noch ein paar wenige Tage bis ich nach Namibia aufbrechen sollte. Meiner Flucht vor Weihnachten, vor Silvester, vor allen Erinnerungen, die mit einem Leben verbunden waren, dass so nicht mehr existierte. Als ich damals zurückkam, beschloss ich sofort: Das machst du nächstes Weihnachten wieder. Wieder weg zu sein von all dem Singsang, Bimmelbammel und Engelchengetue erschien mir die beste Lösung, um erst gar keinen Erinnerungshorror aufkommen zu lassen. Dafür lieber irgendwo sein, wo es Affenbrot- statt Weihnachtsbäume gibt, wo einen Löwengebrüll weckt statt Rentierglöckchengeklingel. Gesagt, getan, gebucht. (mehr …)

Her mit den kleinen Mettwurstbroten!

30 Tage vegane Challenge sind um. Und war’s gut? Saugut! Oder sollte ich jetzt besser sagen „sojagut“? Egal. Mein Fazit ist: Das hat riesig viel Spaß gemacht, total toll geschmeckt, ich fühle mich super und meine Rezeptauswahl ist um zahllose köstliche Ideen bereichert. Ganz sicher wird mich die vegane Küche weiter begleiten. Denn wer sie einmal probiert hat, wird nie wieder auf Kürbispommes mit selbstgemachtem veganen Ketchup verzichten wollen, glaubt mir! Wie es dazu kam, dass ausgerechnet ich Genussfrau eine vegane Herausforderung annahm, habe ich bereits in meinem Zwischenfazit geschrieben. Was gibt es darüber hinaus zu bilanzieren? (mehr …)

Vegan? Du??

Vegan? Du??

So, oder so ähnlich, haben die meisten Freunde reagiert als ich von meinen Plänen erzählte, mich eine Zeit lang vegan zu ernähren. Ich kann es ihnen nicht verdenken. Ich selbst hätte vor noch gar nicht allzu langer Zeit genauso auf meine Ankündigung reagiert. Wer mich kennt, weiß, ich bin eine Genussschnitte, die gutes Essen und ein feines Weinchen dazu zu schätzen weiß. „Vegan“ war mir bislang immer viel zu dogmenbehaftet und freudfrei, war für mich krasser Verzicht und Lebenseinschränkung. Was habe ich mich geirrt! Wie meistens im Leben müssen einfach nur die richtigen Dinge zu richtigen Zeit geschehen und schon ändern sich Sichtweisen und Überzeugungen. So passierte es mir im Falle meiner Einstellung zum Veganen. Und das kam so… (mehr …)

Heute ein Jahr

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben,
und er ließ mir das Nahe,
daraus er entschwand;
– er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt …

Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
– und die Stille der Sterne durchspalten,
denn er muss meiner einsamen Nacht
nicht mehr die ängstlichen Hände halten

seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.

Rainer Maria Rilke

Für dich, mein geliebter Henry. Dermaßen…

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