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im stadion


ziemlich cool unser olympiastadion. tolle atmosphäre bei der leichtathletikweltmeisterschaft.


dann fing es allerdings an zu schütten wie aus kübeln. abbruch aller wettkämpfe.


aber dann bekam usain bolt seine goldmedaille für die 200 meter und das stadion tobte.


und zum schluss haben wir alle für ihn „happy birthday“ gesungen. da war er ganz schön gerührt.

dicker hund

nicht dreibeinig, aber ein wahrlich dicker hund ist diese eben gelesene meldung: britische polizeihunde tragen demnächst stiefel. zumindest wenn sie haus oder wohnung eines muslimisches verdächtigen und/oder zeugen betreten. da diese sich über die vermeindliche unreinheit des hundes echauffieren könnten. hm. in diesem zusammenhang drängen sich mir doch sofort zwei fragen auf. zum einen: sind stiefel die winterbekleidung und gibt es im sommer sandalen? und zweitens: was macht hund, wenn hund mal muss im muslimischen viertel? hat jeder britische polzeihund also künftig 50 cent fürs öffentliche wc dabei? oder muss man die firma dixi da auf eine ganz neue marktlücke hinweisen? ach, und merkwürdig fand ich übrigens die meldung in der meldung, dass sich in schottland ein moslem sogar darüber aufgeregt hat, dass auf einem polizeiwerbeplakat ein polizeihundwelpe abgebildet war. daran anschließt sich frage 3: wie kann man schon als welpe wissen, welchen beruf man später einschlägt?

so, und hier noch die aktuellen ergebnisse von der frauenträger-wm: die esten holen sich erneut den titel (auch hier übrigens vize-weltmeister: die deutschen). im sprint hatten allerdings die finnen die nase vorn.

und der dreibeinige hund ist in arbeit.

der dreibeinige hund

nein, keine sorge also wirklich, bis zu der wm wird es nicht dauern, bis es wieder bei yadzia bloggt. denn die nächste wirklich wichtige fängt ja bereits am kommenden samstag an. fragezeichen allerorten? ja. kennt ihr nicht? im finnischen sonkajärvi startet dann die 16. wm im frauentragen. übrigens sind die esten hier ganz weit vorn und seit 1998 ungeschlagen. im letzten jahr gewann margo uusorg sogar in weltrekordzeit. die esten haben sogar schon einen eigenen stil, das sogenannte „estonian-style wife-carrying„, entwickelt. aber auch wer den fussballentzug nicht verkraftet hat, sollte sich im juli nach finnland begeben und kann sich dort an der schlamm-fussball-wm freuen. überhaupt scheinen die finnen die weltmeister in lustigen weltmeisterschaften zu sein. ende august geht es gleich weiter mit dem handywerfen (woraus die deutschen natürlich gleich wieder einen verein gegründet haben!). und dann folgt irgendwann die sauna-wm. toll, diese finnen, nur ein paar wochen im jahr licht, aber hauptsache party! naja, und wer dann noch nicht genug wmt hat, kann sich auf die gummistiefelweitwurf-wm (deren dachverband sitzt aber in finnland…), das skurrile barträgertreffen (darin sind übrigend wir amtierende weltmeister!) u.v.m. freuen. beim finnischen gummistiefelwerferverband ist übrigens gerade die topmeldung zu lesen, dass in italien ein ganz spezieller weitwurfgummistiefel entwickelt wurde. die müssen in venedig sitzen. denn wo sonst im trockenen italien bekommt man nasse füsse und weiß, was gummistiefel sind?
so, jetzt wollte ich wie die head verrät heute ja eigentlich über den dreibeinigen hund schreiben. dazu also demnächst mehr.

weltmeister der herzen


welche unbändige freude! unglaublich! wer hätte vor vier wochen gesagt, dass selbst ein dritter platz deutschland in einen solchen freudentaumel versetzen könnte. die deutschen, die immer fleissig sind, immer die besten sein wollen, deutsche wertarbeit – nix anders zählt. doch wir können auch bescheidener wie sich jetzt zeigt. toll gemacht klinsis kicker, toll gemacht deutschland. diese vier wochen werden in die geschichte eingehen. auf wunderbare weise! endlich mal.

patriotismus ist in

wer hätte das gedacht? vor vier wochen – da galt schwarz-rot-gold noch als bäh. in manchen kreisen hätte man sich eher die hand abgehackt, als eine fahne zu schwenken. und nun? deutschland im halbfinale ausgeschieden. gescheitert am angstgegner italien. und sind die fahnen verschwunden? die hupen verklungen? die freude versiegt? nichts dergleichen. deutschland ist weiterhin ein fahnenmeer. wiegt sich sanft in der freude des wiedergefundenen patriotismus. ist stolz, ohne scham. wer hätte das gedacht? die stunde der patrioten – und niemanden stört es mehr. im gegenteil. alle sind dabei.

moment mal…


also, so haben wir nicht gewettet, jungs! jetzt hab ich mich gerade mit der fan-meile abgefunden – mit dem umweg fahren, mit dem durch die massen manövrieren und mit den fans selbst – da wollt ihr die fan-meile verlängern! was soll das denn? bis zur goldelse – um 500 meter – soll die meile bald reichen wie heute verschiedene medien vermelden. so wolle es der berliner senat. die fifa habe bereits ihre zustimmung erteilt. zum achtelfinale soll das passieren. weil da wieder ein großer ansturm erwartet wird. ok, es waren eine halbe millionen fans auf der meile unterwegs beim spiel deutschland-polen. da war’s halt ein bisschen kuschelig. na, und? das will doch der fan im allgemeinen und im speziellen sicher auch so. party machen lässt sich doch am besten im pulk! vor allen dingen – man wagt es ja kaum auszusprechen – was ist wenn klinsis kicker dann im achtel ausscheiden? gähnende leere an den bratwurstständen? verwaiste bierbuden? depressive karusselbetreiber? also, ich weiss ja nicht, ob diese entscheidung nicht ein bisschen zu übereilt getroffen wurde…

sind wir schon weltmeister?

zugegeben, ich versteh ja nix davon. aber dieser gestrige jubel – der war doch schon fast so als wären wir schon weltmeister geworden, oder? es war unser zweites spiel. soviel hab ich mitgekriegt. immer noch vorrunde. ja. es war ein spannendes spiel. der emotionen brodelten hoch. nerven lagen blank. so viele wahnsinnig tolle chancen. vergebens. und dann das erlösende neuville-tor in der verlängerung. eine minute vor schluss. ich kann ja verstehen, dass man da als wahrer fan ein bisschen ausflippt vor glück – auf der fan-meile waren es übrigens an die 500.000… aber nun mal ehrlich, rechtfertigt das ein stundenlanges hupkonzert über den kudamm? trunkenes gejohle und gegröhle die halbe nacht? was bitte schön machen wir denn, wenn wir wirklich weltmeister werden? das hier war noch nicht mal ein spiel mit ausscheiden – oder wie das heißt. keinem ist was passiert. gut, polen ist – wie herr netzer nach dem spiel so larmoyant bemerkte – so gut wie verloren. und wir – inklusive der deutschen wade höchstselbst – sind vermutlich so ziemlich sicher im achtelfinale. ich bin gespannt welche steigerungen des ausdruckes der überbordenen fan-freude uns noch bevorstehen. also, strengt euch an jungs, die fans wollen tore sehen…

die welt zu gast


wer hätte das gedacht? jetzt kann ich der fan-meile doch noch was abgewinnen. gut. es ist voll. überall im regierungsviertel. wo man auch hinkommt. und ich muss auch nach wie vor einen umweg fahren zur arbeit. aber es hat auch was. die vielen sprachen um einen herum. lustige menschen, die sich anscheinend freuen, hier zu sein. und bislang lief auch alles noch recht entspannt ab. macht vielleicht auch der spontane sommereinfall. berlin ist einfach toll im sommer.