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nachtrag

gerade lese ich, wer außer demi moore noch twittert. die nasa. ach was? twittern die live aus der iss? „fliege gerade am klo vorbei. unter mir texas.“ oder was twittern die? nein im ernst. bei wiki steht, dass die nasa getwittert hat als als sie wasser aufm mars gefunden haben wollen. na toll. da hätte ich vermutlich auch gezwitschert. ich muss das mal checken, was die nasa zu berichten hat. … auszeit … pause … ich bin zurück. und ich fass es nicht: in der tat twittert die nasa aus der iss!!! astronautin sandy magnus hat was übers kochen in der schwerelosigkeit geschrieben. und ein foto des tages gibt es auch. ist das nicht texas da unten rechts? ich seh doch die o-beine vom bush – ganz deutlich! naja, aber auch hier stellt sich mir die frage: will ich wirklich wissen, was auf der iss gekocht wird?

und übrigens finde ich einen weiteren eintrag zum stichwort twitter bei wiki höchst beunruhigend, so er denn stimmt: laut twitter private policy sammelt twitter personenbezogene daten seiner benutzer und teilt sie dritten mit.

dornröschen wacht

bislang konnte mich ja nix von der notwendigkeit der benutzung eines twitter-feeds überzeugen. ich sehe eben leider keinen sinn darin, mitzulesen, was wer wann gerade tut oder denkt, oder noch schlimmer, andere mit diesen doch recht überflüssigen informationen meinerseits zu versorgen. ich finde, in unserem überbordenden kommunikationszeitalter, wo die informationen sowieso schon von allen seiten ungefragt auf einen einprasseln, muss ich mich nicht noch freiwillig mit eben diesen zuschütten. ausnahme war da, aber nur weil es ein fake war, der fiktive twitter-feed des kandidaten schäfer-gümbel. das war unterhaltsam und eben deswegen lesenswert. aber dennoch kein grund für mich, mich dort als sogenannter follower registrieren zu lassen. allein der gedanke an eine weitere datenpreisgabe über das web – brrrr… doch gestern nun sah ich im fernsehen im zuge der berichterstattung der gerade laufenden berlinale etwas twitteriges, was mich doch aufhorchen ließ. berichtet wurde dort vom feed einer mrs kutcher. mrs kutcher hält sich gerade in berlin auf, nebst gatte ashton. und gestern schritt sie über den roten teppich des berlinalepalastes, um ihren neuen film zu promoten. doch bevor mrs kutcher dies alles tat, war sie mit ihrem mann unterwegs in berlin. und das hat sie auch getwittert. auch per bild. gerade jetzt schläft mrs kutcher. ok. da schließt sich der kreis. denn will ich wirklich wissen, wann demi moore schläft?

russen raus

das wäre das erklärte ziel, dachte ich zumindest vor dem gestrigen zweiten halbfinale spanien gegen russland. nachdem ich die leichtfüssig wie russische ballerinas über den platz tänzelnden spanier gesehen habe, bin ich nicht mehr ganz so sicher, ob es nicht einfacher gewesen wäre die russen im finale durch eine bis zur perfektion ausgearbeitete deutsche langweilertatik zu zermürben. gegen die spanier wird das nix. da reicht nicht ein wie unermüdlich länge mal breite mal höhe das spielfeld durchmessender lahm aus. nein. derer braucht es elf. ich denke, da müssen also noch ein paar feldspieler mehr ihre bisher so sattelfest eingeübten kaffeekränzchen für 90 minuten unterbrechen. der löw überlegt ja schon den gomez nochmal zu bringen. dahinter kann nur eine strategie stecken: ein kurzfristig in der hektik des spiels abgelenkter spanier spielt gomez versehentlich wegen dessen so arg spanisch klingenden namens als vermeintlichen teamkollegen an und gomez schießt – völlig überrascht von diesem erstmaligen ballbesitz während des turniers – versehentlich aufs tor (hoffentlich nicht versehentlich aufs spanische). naja, und wenn nix hilft, muss erneut die bereits erfolgreich zum einsatz gekommene tatik angewendet werden: löw hinter glas und merkel bleibt gefälligst gleich zuhause. und dann müssen wir nur noch die daumen für die ösis und das wetter drücken, damit es nicht nach änderung des zdf-slogans „mit dem zweiten sieht man gar nix“ am sonntag auch noch für die ard heißt: bei uns sitzen sie noch nicht mal in der letzten reihe.

google gegen schäuble

kurios ist, wenn sich einer der größten datensammler des www gegen die von herrn schäuble geplante online-vorratsdatenspeicherung wendet. da tritt doch wohl der bock gegen den gärtner aus. also, nicht dass ich daten sammeln toll fände. im gegenteil. aber, mal ehrlich: jeder weiß doch, wenn er sich im www bewegt, dass da mitgelesen, hingehört und auf halde gelegt wird. also, liebe googles, man hätte denken können, ihr würdet jubeln ob der pläne des herrn sch. aber vermutlich seit ihr sauer, dass ihr selbst an die daten nicht rankommt, oder was?

liebe ard!

eingedenk der sinkenden einschaltquoten bei der harald-schmidt-show haben sie oliver pocher als verstärkung für den greisen, weisen herrn schmidt engagiert. gewagt, aber durchaus interessant. mobilmachung der enkel-generation, sozusagen. könnte gut gehen, muss es aber nicht. es folgt nun ein tipp in ihrer ganz eigenen sache (ganz langsam und zum mitschreiben): FÜHRT DOCH, VERDAMMT NOCHMAL, ENDLICH EINHEITLICHE SENDEZEITEN FÜR DIE HARALD-SCHMIDT-SHOW EIN! ganz ehrlich. erst kommt sie gefühlte vier tage. dann drei? dass es mittlerweile zwei tage sind – mittwoch und donnerstag? -, konnte ich auch noch abspeichern. mal kommt sie aber nur mittwochs oder donnerstags. dann fängt die show mal um viertel vor, mal um viertel nach elf an. irgendwann auch mal halb zwölf? jedes mal, wenn ich – eher zufällig – denke „heute abend könntste mal wieder schmidt gucken“ macht die show gerade oster-, sommer- oder winterpause, hat hitzefrei oder fällt wegen beckmann aus. also wirklich, verehrter herr struve, wie soll sich denn da gewohnheit etablieren? die tagesschau würde auch niemand mehr gucken, wenn sie die mal um acht, mal um halb neun und mal gar nicht senden. nun denn, gern weiter mit dem herrn pocher, auch das junge publikum hat einen anspruch auf öffentlich-rechtlich versorgung, aber bitte zu festen sendezeiten!

warten auf berlinale.de

„der server von berlinale.de ist gerade ausgelastet. bitte versuchen sie es zu einem späteren zeitpunkt noch einmal“. „für diesen film stehen zurzeit keine online-tickets zur verfügung.“ zwei meiner aktuellen lieblingssätze aus dieser woche. es ist berlinale. wie jedes jahr. und wie jedes jahr versuche ich einige der begehrten karten zu erhaschen. nur wettbewerb. und nur die gala-veranstaltung. natürlich. schließlich geht es um den promi-faktor. der film ist semi-wichtig. und außerdem nie synchronisiert. ich hasse nicht-synchronisierte filme. ja ja, mein freund a. würde jetzt wieder sagten, da entgehe mir eine menge. denn im original sei der ein oder film doch wesentlich sinnhafter als in der deutschen übersetzung. aber, was soll ich machen? ich bin von natur aus faul. aber, zurück zur berlinale. also, da nehme ich es wegen des promi-faktors eben billigend in kauf, dass die filme untertitelt sind. aber, dieses jahr sieht es so aus als würde es mit dem promis gucken auf ganzer linie nix. dieses jahr scheinen sie besonders lahme server angeschafft zu haben. in den vergangenen jahren war beim internetverkauf wenigstens eine tendenz zur besserung im technischen equipement zu erkennen. dieses jahr? fehlanzeige! bislang bin ich ein einziges mal bis zum kreditkarteneingabefeld gekommen. und dann? bestellung abgeschickt. und peng! „für diesen film stehen zurzeit keine online-tickets zur verfügung…“ egal. guck ich sie mir halt regulär im kino an. ohne proms. dafür aber wenigstens synchronisiert.

congratulation!

ich, du, er, sie, wir, ihr, (fast) alle – jeder, der das jetzt hier gerade liest ist „person of the year“. „you control the information age. welcome to your world“, mit diesen worten zeichnet das time magazin die internet-gemeinde im ganzen als person des jahres 2006 aus. und leute, wir haben da echt harte konkurrenz hinter uns gelassen. laut spiegel sollen auch der kleine diktator, der ganz kleine diktator und der papst im rennen gewesen sein. puh! was ne ehre! also, danke time magazine. weiter so!